YASHIN

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Denis Yashin - Making Sound Visible - Kontext

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Eine kompakte Übersicht ausgewählter Arbeiten.

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Kontext

Die Arbeiten von Denis Yashin stehen in einer Tradition der Abstraktion, die das Bild nicht als Abbild, sondern als Ereignis versteht. Während sich ein Großteil der modernen und zeitgenössischen Malerei über Geste, Materialität oder subjektiven Ausdruck definiert, verschiebt Yashin den Ursprung des Bildes in ein akustisches System.

Klang erscheint in seinen Arbeiten nicht als Motiv oder performatives Element, sondern als strukturierendes Prinzip. Die Leinwand wird zum Träger physikalischer Prozesse, die Form hervorbringen, ohne selbst sichtbar zu werden. Dadurch löst sich die Malerei von der unmittelbaren Handschrift und öffnet sich einem Spannungsfeld zwischen Kontrolle und Eigendynamik.

In dieser Verschiebung berührt Yashins Praxis Fragen, die bereits die historische Avantgarde beschäftigten: Wie verhält sich das Bild zur Energie? Wie lässt sich Bewegung in eine statische Form überführen? Anders als in digitalen oder algorithmischen Verfahren entsteht die Form hier jedoch nicht aus Code oder Simulation, sondern aus realer materieller Übertragung. Schallwellen wirken unmittelbar auf das Bildträgermaterial ein – das Resultat bleibt physisch, analog und irreduzibel.

Damit positionieren sich die Arbeiten zwischen Malerei und medienbasierter Kunst, ohne in eine rein technologische Ästhetik überzugehen. Die Technik dient nicht der Effizienz oder Reproduzierbarkeit, sondern der Erweiterung des malerischen Feldes. Klang fungiert als unsichtbare Struktur, die Bildlichkeit generiert, ohne selbst Bild zu werden.

In diesem Sinne kann das Projekt Making Sound Visible als Untersuchung von Malerei im Zustand der Resonanz verstanden werden: als ein Prozess, in dem Energie, Material und Raum in ein visuelles Ereignis übersetzt werden.